Markus Hahn

Texte

Gibt es ein moralisches Recht auf ein eigenen Kind?

Ein eigenes Kind, dies ist für viele Paare ein Wunsch, welcher sich unkompliziert erfüllen lässt. Aber nicht jedes Paar kann auf natürlichen Weg ein eigenes Kind zeugen oder selbst austragen, daher werden die unterschiedlichen Methoden der modernen Fortpflanzungsmedizin angewendet. Viele dieser Methoden schließen auch Dritte mit ein wie etwa die die umstrittene Leihmutterschaft. Gerade an diesem Punkt werden viele ethische Probleme aufgeworfen. Verdeutlicht wird diese Problematik an den Geschehnissen rund um die Skandale der Leihmutterschaft in ärmeren Ländern wie etwa Indien, es stellt sich daher berechtigterweise die Frage: Gibt es ein Recht auf ein eigenes Kind? In vielen Fällen stellt sich die finanzielle und gesellschaftliche Situation der Frauen als so problematisch dar, dass es sich moralisch gesehen kaum rechtfertigen lässt, auf diesem Wege den Wunsch nach dem eigenen Kind zu verwirklichen. Diese Konflikte verdeutlicht auch der Fall einer thailändischen Leihmutter, welche Zwillinge bekam und sich weigerte, das behinderte Kind auf Wunsch der leiblichen Eltern, selektiv abzutreiben. Letztlich wurden beide Kinder geboren, während das gesunde Kind von den „Eltern“ mit nach Australien genommen wurde, blieb das behinderte Kind bei der Leihmutter in Thailand zurück.

SE Fortpflanzung

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Markus Hahn


Leihmutterschaft im Islam

Die rasanten technischen Entwicklungen und Möglichkeiten der medizinischen Eingriffe zum Beginn des menschlichen Lebens lassen viele theologische und ethische Fragestellungen weitgehend unbeantwortet. Der Islam steht, auch weil die Familie und eigene Kinder im islamischen Glauben als wichtig erachtet werden, dem Fortschritten grundsätzlich tolerant und offen gegenüber. Nur wenige Ausnahmen sind so absolut wie Adoption und Leihmutterschaft. Aber auch hier zeichnet sich langsam eine tolerantere Einstellung ab. In der Türkei ist zumindest Adaption erlaubt wurden.

Leihmutterschaft im Islam

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Markus Hahn


Forschung und Tierrecht – Ein kurzer Gedanke

Die Tierschutzgesetze haben sich vor allem als eine Reaktion auf das wachsende öffentliche Interesse heraus gebildet und wurden im Laufe der Weiterentwicklung auf völkerrechtliche Ebene konkretisiert. Die aktuell geltenden Tierschutzrechte implizieren bei der wissenschaftlichen Forschung an und mit Tieren, dass eine „Schaden-Nutzen-Analyse“ vorab durchgeführt werden muss. Dieses Instrument dient der Herausfindung der Sinnhaftigkeit eines geplanten Versuches und operiert vor allem auf einer ethischen Ebene.

HU_SE_Forschungsethik

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Genetische Forschung am Menschen

Die genetische Forschung hat seit den Experimenten von Mendel vor rund 150 Jahren enorme Fortschritte gemacht. Daher ist es unerlässlich, dass sich die Bundesregierung dieser Thematik annimmt und klar Stellung bezieht. Die folgende Empfehlung befasst sich mit den „Gen-Datenbanken“.
Die Aussagekraft der genetischen Forschungen am Menschen ist noch als sehr gering einzuschätzen und bezieht sich vor allem auf einige wenige Krankheitsbilder mit sicherer Diagnosemöglichkeit.

Genetische Forschung am Menschen

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Markus Hahn


Berufsethik: Gedanken zum „Homo oeconomicus“

Homo sapiens ist die Bezeichnung für eine biologische Spezies, deren Stärke sich vor allem dadurch auszeichnet, durch Kooperation mit anderen Individuen eine kollektive Kraft zu erschaffen, welche über der individuellen Leistung liegt. Besonders im Wirtschaften wird die Zusammenarbeit und Abhängigkeit der Menschen untereinander deutlich. Aber wie lässt sich ein in diesem System eingebundener Mensch interpretieren? Die daraus resultierende Definition  hängt zusammen mit der Sichtweise, den Vorurteilen und dem Wissen, welches bei solch einer Interpretation mit einfließt.

Berufsethik

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Markus Hahn
2018


Hirnforschung – ethische Betrachtung des „Transfers der Identität“

Folgt man der Forschung der Neurowissenschaft, liegt hier die Annahme zugrunde, dass die Moral eines Menschen eng verbunden ist mit der Funktion des menschlichen Gehirns. So haben unterschiedliche Studien und Versuche gezeigt, dass gravierende Veränderungen des Gehirns auch zu Veränderungen des charakterlichen Verhaltens führen. Sollte nachgewiesen werden können, dass bestimmte strukturelle Elemente im Gehirn zu Veränderungen des moralischen Verhaltens führen, müssen dann zwangsläufig auch die Frage nach Schuldfähigkeit von Straftätern gefragt werden. Das ist aber nicht das Thema dieser Arbeit, soll aber als Ausgangsthese vorangestellt werden. Wenn angenommen werden kann, dass die Moral tatsächlich ihren Sitz im physischen Gehirn des Menschen hat, dann stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, über Moral und Ethik zu sprechen. Denn wenn Moral reduziert werden kann auf funktionale Elemente im menschlichen Gehirn, befinden wir uns in einer weitgehend biologistisch-determinierte Welt. Grundsätzlich dreht sich die Diskussion darum, ob der Mensch mehr ist als die Summe seiner Gene und damit den Rahmen der biologisch-genetischen Determination überschreiten kann.

Die Moral in Zeiten der Hirnforschung

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Sex-Jihad beim IS

Wird von „Prostitution“ im so genannten „Islamischen Staat“ gesprochen, können hier vor allem zwei Elemente mit gemeint werden. Einmal die Sex-Sklaverei, die jene nach den Kriegszügen erbeuteten Mädchen und Frauen mit den Jihadisten „verheiraten“ und der Sex-Jihad, der Aufruf an junge Mädchen und Frauen sich „freiwillig“ für die Sache Gottes zu engagieren. Eine andere Form der Prostitution ist dem „Islamischen Staat“ nicht bekannt.

Markus Hahn Sex-Jihad beim IS

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Markus Hahn


Mit Blick nach Mekka – Islamische Bestattungskultur in Österreich

Der Islam stellt mit geschätzten 800.000 bis 1 Mio. Gläubigen in Österreich die größte religiöse Minderheit mit stetigem Zuwachs dar. Glaubt man gängigen Prognosen, so wird bereits um das Jahr 2046 die Zahl der Muslime bereits rund 21% der Bevölkerung ausmachen. Was einen Anstieg um rund 13% entsprechen würde. Das hat auch Auswirkungen auf das Bestattungswesen in Österreich. Die aktuell sterbende Generation möchte vermehrt noch in ihren Herkunftsländern begraben werden, doch die zukünftig sterbende Generation betrachtet Österreich als ihre Heimat und möchte dementsprechend auch hier begraben werden. Dabei ist das Bedürfnis groß, eine Bestattung nach islamischen Ritualen haben zu können.

Blick nach Mekka
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Friedensaspekte im Islam

Der Islam ist gegenwärtig aufgrund der aktuellen Ereignisse rund um fundamentalistische Gruppen wie etwa dem so genannte „Islamische Staat“, „Boko Haram“ in Nigeria oder die wiedererstarkten Taliban in Afghanistan medial sehr präsent. Gerade diese Phänomene lassen die Vermutung zu, dass sich der Islam als eine Glaubensreligion vor allem durch Gewalt und kriegerische Konfrontationen definiert. Bei der ideologischen Instrumentalisierung der Religion als ein politisches Instrument, um einen Machtanspruch durchzusetzen, kommt es aber zu einer Pervertierung des Glaubens. So wenig rational es klingen mag, aber auch in diesen Gruppen lässt sich eine Friedensethik, wenn gleich hinter kriegerischen und terroristischen Taten verdeckt, ausmachen.

Friedensaspekte im Islam
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