Sheikh Ahmad Ibn Taymiyyah (1263 – 1328) – Grundlage des modernen Extremismus

Beten, Islam, Gelehrte
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Er ist mit Sicherheit einer der am häufigsten in der Jihad-Literatur erwähnte politische Denker aus dem Mittelalter. Unter dem Druck der Eroberungen der islamischen Länder durch die Mongolen, entwickelte er eine Strategie, wie sich die Muslime gegen nominell islamische Herrscher zur Wehr setzen konnten. Sein Fatwa erlaubte es den Muslimen, ihre mongolischen Herrscher, die zwar den islamischen Glauben annahmen, aber weiterhin an vielen nicht-islamischen Traditionen festhielten, zu bekämpfen und zu töten. Damit konnte das generelle Tötungsverbot umgangen werden.

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Das Ende des orientalischen Christentums

Mann in der arabischen Wüste
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In der Gegend zwischen dem Euphrat und dem Tigris gab es in der vorislamischen Ära viele christliche Kirchen und Klöster. Die im byzantinischen Reich verfolgte nestorianische Form des Christentums hatte sich u.a. in Babylon, in Fars, an der Ostküste Arabiens und dem Oman verbreitet. Bis heute lassen sich Spuren auch in Teilen Afghanistan, dem Iran und sogar China nachweisen. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe auf der arabischen Halbinsel stellten die Juden dar, die auch in Syrien Gemeinden hatten. Diese religiösen ethnischen Gruppen gerieten immer mehr in das Fadenkreuz des sich ausbreitenden Islams und sind bis heute vielen Verfolgungen ausgesetzt.

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Der heilige Koran – Das Buch des Propheten

der heilige Koran
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Nach der islamischen Vorstellung wurde die göttliche Botschaft dem Propheten durch den Engel Gabriel offenbart. Mohammed wiederrum überbrachte die Botschaft an die Araber und ihm gelang es, eine starke religiös-politische Bewegung zu schaffen. Seine Anhänger schrieben seine Aussagen und Lehren auf, die später unter dem dritten Kalifen Uthman zu einer einheitlichen Koranfassung zusammengestellt wurde.

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Allah – der unfriedliche Gott?

Muslim betet zu Allah
@Mohamed Hassan /Pixabay

Der islamische Gott muss heute weniger durch seinen Namen identifiziert werden, sondern vielmehr durch seine Attribute und vor allem durch seine Taten. Zwar trägt er auch den Namen „Barmherziger“, aber angesichts der vielen in seinem Namen legitimierten Gewalttaten musst man sich fragen, war und ist Allah selbst unfriedlich?

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Die vorislamische Kultur in Arabien

Wüstenbewohner - Nomaden
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Es fand bereits eine frühe Besiedelung statt auf der arabischen Halbinsel statt. Lange bevor Mohammed eine neue Religion gründete. Die ersten gefundene Reste der Siedlungen konnten auf das Jahr 10.000 v. Chr. datiert werden, also während der „späteren, kleinen Eiszeit“.  Auch hier lassen sich die typischen Entwicklungsstufen der Kultur nachzeichnen. Von Jägern, Sammlern und Fischern in frühester Urzeit, über die Hirten-Nonaden bis zu der endgültig sesshaften Kultur der Ackerbauern.

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Die Entschärfung des Korans

der heilige Koran
@Erni Abdullah /Pixabay

Der Koran gilt unter den meisten Muslimen als Gottes unverrückbares und unveränderbares Wort. Damit hat das heilige Buch bis heute einen hohen Stellenwert in der Lebensgestaltung der Gläubigen. Der Koran ist zu einer polarisierenden Projektionsfläche für differente Interpretationen geworden. Liberale Muslime berufen sich auf humane Suren, Jihadisten speisen ihre Weltanschauung aus den kriegerischen Aussagen.

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Erneuerungsbewegungen des modernen Islams

Islamische Studenten
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Als Folge der Eroberungen durch das erstarkte Europa und damit verbundenen des Kolonialismus der überlegenen Kultur der Christen, standen sich im 19. Jahrhundert zwei konträre Zivilisationen gegenüber. Auf der einen Seite Europa und auf der anderen Seite die islamische Welt. Aus der Sicht der Eroberer waren die anderen Kulturen, allen voran die islamische Praxis, eine rückständige und unterentwickelte Gesellschaftsform. Dem Westen war es bereits gelungen, durch aufklärerische Prozesse die Religionen zu entmachten und weitgehend zurückzudrängen. Hingegen im islamischen Kulturbereich die Religion weiterhin eine dominante Rolle inne hatte.

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Die ersten philosophischen Ansätze im arabischen Raum

slamische Philosophie
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Anders als oftmals im Westen oft angenommen, hat der arabisch-islamische Kulturraum eine breite philosophische Lehre und Schulen entwickelt. Erste konkrete Ansätze philosophischen Denkens und Staunen lassen sich bereits im 9. Jahrhundert erkennen. Das Aufkommen der philosophischen Strömungen kann als ein umfassender intellektueller Prozess verstanden werden, wobei viele antike Elemente Eingang in das Nachdenken der islamischen Philosophen fand.

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Den islamischen Fundamentalismus aufbrechen

verhüllte Muslima
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Für viele Muslime stellt der Koran das unantastbare göttliche Wort dar, welches weder reformiert noch interpretiert werden darf. Aber genau diese Sakralisierung der Botschaft Gottes führt zu einer gesellschaftlichen Stagnation und zu einem Abgrenzen von der Mehrheitsgesellschaft. Will der Islam ein Teil der Moderne werden und nicht zu einem Fremdkörper sich entwickeln, dürfen die tradierte Quellen nicht als eine wortwörtliche Lebensanweisung verstanden werden. Eine Reform des Islams setzt die Bereitschaft der Muslime voraus, die Kerninhalte der islamischen Lehren vor allem als eine ethische Norm zu verstehen.

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