Kommentar zu: „Diskussion über Abdullah-Zentrum: Lachnummer Österreich“

Gudrun Harrer bescheinigt in Ihrem Kommentar, dass die Debatte um die Schließung des Abdullah-Zentrums zu einer Lachnummer Österreichs werden kann. Schlimmer noch, kann die Diskussion sogar unserem internationalen Ansehen, das scheinbar in ihren Augen ohnehin schon angekratzt ist, weiter schaden. Dabei wird vor allem die Meinungsänderung der Politik kritisiert, die sich erst mehrheitlich dafür entscheiden hat und nun scheinbar ablehnend dem Zentrum für interreligiösen Dialog gegenübersteht.→ weiterlesen

„Ethische“ Gedanken zu Tierversuche

Die Tierschutzgesetze haben sich vor allem als eine Reaktion auf das wachsende öffentliche Interesse heraus gebildet und wurden im Laufe der Weiterentwicklung auf völkerrechtliche Ebene konkretisiert.[1] Die aktuell geltenden Tierschutzrechte implizieren bei der wissenschaftlichen Forschung an und mit Tieren, dass eine „Schaden-Nutzen-Analyse“ vorab durchgeführt werden muss. Dieses Instrument dient der Herausfindung der Sinnhaftigkeit eines geplanten Versuches und operiert vor allem auf einer ethischen Ebene.[2]→ weiterlesen

Zur ethischen Relevanz des „Homo oeconomicus“

Homo sapiens ist die Bezeichnung für eine biologische Spezies, deren Stärke sich vor allem dadurch auszeichnet, durch Kooperation mit anderen Individuen eine kollektive Kraft zu erschaffen, welche über der individuellen Leistung liegt. Besonders im Wirtschaften wird die Zusammenarbeit und Abhängigkeit der Menschen untereinander deutlich. Aber wie lässt sich ein in diesem System eingebundener Mensch interpretieren? Die daraus resultierende Definition  hängt zusammen mit der Sichtweise, den Vorurteilen und dem Wissen, welches bei solch einer Interpretation mit einfließt.→ weiterlesen

Mit Blick nach Mekka – Islamische Bestattungskultur in Österreich

Friedhof Istanbul - Aumairah Hassan Der Islam stellt mit geschätzten 800.000 bis 1 Mio. Gläubigen in Österreich die größte religiöse Minderheit mit stetigem Zuwachs dar. Glaubt man gängigen Prognosen, so wird bereits um das Jahr 2046 die Zahl der Muslime bereits rund 21% der Bevölkerung ausmachen. Was einen Anstieg um rund 13% entsprechen würde. Das hat auch Auswirkungen auf das Bestattungswesen in Österreich. Die aktuell sterbende Generation möchte vermehrt noch in ihren Herkunftsländern begraben werden, doch die zukünftig sterbende Generation betrachtet Österreich als ihre Heimat und möchte dementsprechend auch hier begraben werden. Dabei ist das Bedürfnis groß, eine Bestattung nach islamischen Ritualen haben zu können. Diese Analyse wirft einen kurzen Blick auf die traditionellen islamischen Bestattungsrituale und deren Umsetzbarkeit in Österreich. Es kann aber nur Tendenzen und generelle Vorstellungen angesprochen werden, die differenzierten Feinheiten sind je nach Sekten im Islam unterschiedlich. → weiterlesen

Islamistischer Terrorismus (Leseprobe)

Die Ideologie des neuen islamischen Terrorismus hat sich verselbstständigt und eine internationale Größe erreicht. Galt der Kampf nach der Vorstellung des politisch-radikalen Denker des 19. Jahrhunderts Jamal-ad al-Afghani als kollektiver Versuch, den westlichen Einfluss im eigenen Land zu bekämpfen, ist der neue Terrorismus die totale Befreiung von sämtlichen „ungläubigen“ Einflüssen. Dabei wird auf die Idee des Panislamismus zurückgegriffen, der bereits bei al-Afghani erste klare Konturen annahm. Der Einfluss al-Afghani breitete sich vor allem im Iran, in Ägypten, in Indien und in dem Osmanischen Reich aus und ist bis heute Teil des jihadistischen Narrativen.→ weiterlesen

Ideologie als relevantes Thema der modernen Gesellschaft

Wer Islamismus, Rechts- und Linksextremismus nur in Verbindung mit Gewalt und faschistischen Gedankengut bringt, verkennt die tieferen Wirkungsstrukturen ideologischer Systeme. Durch das herrschende Wertesystem erfolgt die richtungsweisende Entwicklung der Gesellschaft, sowie Subkulturen und Gruppierungen. Die her verbreiteten stark emotional betonten Lehrmeinungen und Gedankengebäude wirken subtiler und sind nur schwer zu identifizieren. Sie werden erst dann als problematisch erkannt, wenn ihre negativen Auswirkungen offensichtlich sind. → weiterlesen

Dialog Westen – Islam

Der Islam in Europa ist laufend gefordert seine Identität und seinen Standpunkt zu hinterfragen und sozial nicht verträgliche Interpretationen konsequent zurückzuweisen. Durch eine dogmatische unreflektierte Haltung der meisten eher als konservativ einzustufenden Vereine werden notwendige Prozesse eines Islams europäischer Prägung allerdings weitgehend unterbunden. Solche fundamentalistischen Gruppen und Islamverbände führen nur einen vermeintlichen Dialog, sie positionieren sich strategisch geschickt und etablieren Instrumente um ihre Stellung sowie den Machtbereich zu festigen. → weiterlesen

Der fatale Stolz der Muslime

pixabay.com /OlgaozikDer Muslim und Produzent Walid Nakschbandi fordert in seiner „Streitschrift“ muslimische Mitbürger zu mehr Stolz und zu einem „Befreiungskampf“ gegen eine vermeintliche Unterdrückung und Diskriminierung auf. Mit einer solchen gefährlichen Forderung offenbart Nakschbandi aber, dass statt auf Integration oder Dialog, soll auf eine Befreiung durch Kampf gesetzt werden. Wie dieser Kampf aussehen kann, lässt er freilich geschickt offen, doch kann dies auch schnell als Aufforderung zur Gewaltanwendung verstanden werden. → weiterlesen

Jihadismus in Österreich (Buch)

Der Islamische Staat in Syrien und im Irak hat auch eine Faszination auf Österreicher ausgeübt. Knapp 300 Personen aus Österreich sollen sich der Terrorgruppe angeschlossen und dort gekämpft haben. Die Anhänger dieser extremistischen Lehre sind einem gewaltbereiten religiösem Virus verfallen. Das Virus dieser jihadistischen Ideologie, hat sich in einigen österreichischen Moscheen und vor allem über das Internet rasant schnell ausgebreitet. In diesem Buch sollen einige Entwicklungen und Aspekte des Jihadismus in Österreich aufgezeigt werden.→ weiterlesen

Auftritt „problematischen“ Prediger abgesagt

OE24 berichtete, dass am vergangenen Wochenende der salafistischer Prediger Safet Kuduzovic als Ehrengast in einem islamischen Wiener Verein eine Rede halten sollte. Diese Veranstaltung wurde, nachdem die politische Kritik zu groß wurde, abgesagt. In der Stellungnahme des Vereins, ILUM-Haus des Wissens (zur IGGiÖ zugehörig), wurde die vollständige Anerkennung der westlichen Gesellschaft betont. Zwar war durchaus bewusst, dass Safet Kuduzovic als umstritten gilt, aber man wolle von dem extremistischen Gedankengut nichts gewusst und diese erst durch die Medien erfahren haben. Diese geplante Veranstaltung verdeutlicht erneut, die Verbindung der österreichischen Szene mit der salafistischen Bewegung auf dem Balkan.→ weiterlesen