Die notwendige Entschärfung des Islams

Der edle Quran -Quelle: Pixabay

Für die meisten Muslime gilt der Koran als die göttliche Offenbarung durch ihren Propheten Mohammed. Er wird besonders in der traditionellen Vorstellung zum absoluten Leitfaden des Denkens, Handels und der Weltanschauung. Dabei bildet der Koran das ewig gültige und absolute Gesetz der islamischen Identität. Diese Struktur gebende göttliche Offenbarung nicht verändert oder kritisiert werden. Solche Prozesse werden oft als Angriff auf die sakrale Göttlichkeit und als Gotteslästerung verstanden. So gelingt es den Extremisten immer mehr, notwendige Reformen in Europa zu unterdrücken und ein neues Selbstbewusstsein der Muslime zu entwickeln. Sämtliche Reformen, die nicht durch die islamische Theologie gedeckt sind, werden konsequent zurückgewiesen.→ weiterlesen

Die Geschichte hat sich wiederholt– Mohammed und der moderne Terrorismus

Soldaten
Quelle: pixabay.com

Als der „IS“ 2014 sein Terrorkalifat ausgerufen hatte, griff er auf eine im Islam und seit Mohammed verbreitete Strategie der „erzwungenen Partnerschaft“ lokaler Stämme und Clans zurück. Verschiedene kleinere und größere Gemeinschaften, ehemalige Soldaten und militärische Spezialeinheiten, die unter dem Regime Saddams Hussains dienten bildeten eine effektive Allianz und begründeten den schnellen Aufstieg des „IS“.→ weiterlesen

IS-Rückkehrer

IS-Flagge
IS-Flagge, Wikipedia

Das Ende des IS-Kalifats liegt in der Luft, nur mehr wenige tausend Jihadisten leisten erbittert Widerstand. Das Ende dieses räuberischen Terrorstaates war absehbar, auch die Folgen hätten erkannt werden müssen. Doch die europäischen Staaten haben davor die Augen geschlossen. Es herrscht allgemeine Ratlosigkeit, wie mit gefangenen Jihadisten umgegangen werden soll. Die Lage in Syrien ist instabil, die Strukturen fragil, hier können die tickenden Zeitbomben nicht lange inhaftiert werden, es droht ein erneuter Kollaps. Zurücknehmen wollen die westlichen Staaten ihre Kämpfer auch nicht. Eine Patt-Situation, die letztlich den Terrorismus erneut fördern könnte.
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Die notwendige Öffnung der Moschee

Die Moscheen in Europa müssen einen gewaltigen Lernprozess durchlaufen, damit ein Islam europäischer Prägung überhaupt denkbar ist. Dazu bedarf es einer weiten und liberalen Öffnung der theologischen Begründungskontexte. Generell tendieren Moscheen in Europa zum Separatismus; sie entwickeln eine ganz eigene Lebenswelt und Weltanschauung. Es kommt zu keinem breiten Austausch mit der Mehrheitsgesellschaft, man bleibt unter sich. Dabei ist in den europäischen Moscheen auch eine starke Trennung nach Ethnien zu erkennen, Türken besuchen kaum nicht-türkische Moscheen, bei den Bosniaken und anderen Muslimen das gleiche Bild. Das stärkt den Prozess des Separatismus und nationalistische Denkfiguren.→ weiterlesen

Die Moschee

Generell sind Moscheen eine Art Kultstätte der islamischen Glaubensgemeinschaft. In früheren Zeiten des aufstrebenden Islams, umgaben die Moscheen (jami) noch weitere Anlagen, wie eine Madrasa (islamische Schule), eine Bibliothek, ein Brunnen, ein Gesundheitsamt oder eine Kantine. Damit war das religiöse Zentrum, dass sich archetektonisch in das Stadtviertel eingliederte, neben einem spirituellen Ort, auch ein Ort der Begegnung, der Bildung und der sozialen Versorgung der Gläubigen. Von dieser Situation hat sich die moderne Moschee weltweit meilenweit entfernt, sie tendiert immer mehr zu einem Ort der religiösen Politik, zu einem soziokulturellen Abgrenzen von der Mehrheitsgesellschaft.→ weiterlesen

Die Idee

Während meines Philosophiestudiums und der intensiven Auseinandersetzung mit den Quellen des Islams, ist mir immer mehr bewusst geworden, dass in Österreich kaum eine intensive Aufarbeitung kritischer Koransuren und Textstellen stattfindet. Vielmehr wird argumentiert, dass auch das Christentum eine grausame und gewaltvolle Epoche hatte. Gewaltbejahenden und faschistische Suren werden einfach wegdiskutiert und die westliche Exegese konzentriert sich vor allem auf humanistische Suren und Textstellen. → weiterlesen